Weltweit hungern heute über eine Milliarde Menschen. Institutionen wie die Weltbank, IWF und die Welthandelsorganisation behaupten, dass Abhilfe nur durch eine Liberalisierung des Welthandels zu ereichen sei.

Doch während vor allem die so genannten „Entwicklungsländer“ dazu genötigt waren, ihre  Zölle für Nahrungsmittel zu senkten und innerstaatliche Subventionen abbauten, wird die Landwirtschaft in Europa und den USA auch heute noch hoch subventioniert. So exportiert die EU Milchprodukte zu einem Preis, der unabhängig von den Kosten ist, die die europäischen Bauern für ihre Produktion aufwenden, zu Dumpingpreisen in Länder, wie Nigeria und Burkina Faso. Exportsubventionen und Direktbeihilfen für Milchprodukte der EU haben in Asien und Afrika zu einer Reduktion der Milchproduktion von bis zu 50% geführt.

Von dieser Entwicklung profitieren vor allem internationale Agrarkonzerne, die unter Einsatz moderner Maschinen, Düngemittel und Pestiziden Agrargüter im großen Maßstab produzieren. Kleinbäuerlich wirtschaftende (häufig auch und Gemeindeland nutzende) Familien hingegen verlieren den Preiskrieg und damit auch ihre Existenzgrundlage. Da Kleinbauern in „Entwicklungsländern“ bis zu 90% des landwirtschaftlichen Ertrags erwirtschaften, verstärkt die liberalisierte Agrarpolitik somit Hunger und Armut im ländlichen Raum.

Quelle: http://www.misereor.de/themen/gerechter-welthandel/weltagrarhandel.html


Wird fortgesetzt

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