Mit einem Gedicht wende ich, die flink umher flitzende Eidechse, mich an Euch, die ihr hier die Straßen meines Lebens kreuzt. Damit möchte ich Euch teilhaben lassen an meiner Suche nach Erkenntnissen über das Gehen und das Bleiben.

2007 realisierte ich mit Jugendlichen ein erstes interkulturelles Austauschprojekt zwischen Benin und Deutschland. Unser Thema war MIGRATION. Und diesen Text hatte ich eines Abends in meiner Berliner Wohnung in der Schmöllerstraße geschrieben als ich mich urplötzlich so heimatlos fühlte als sei ich selbst ein Immigrant.

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Worldwide all ceatures shall live appropriated to their needs, but without undermining the future wealth of all creatures at the same time.

Dies soll ein Ort des Dialogs, der Darstellung, Berichterstattung und der gemeinsamen Planung  werden. Menschen in Nord, Süd, Ost und West richten ihr Augenmerk auf gemeinsame Persektiven der Zukunftsbewältigung.  Die Initiative möge sich spontan weiterentwickeln. Rat oder Mittat (z.B. als  Schreiber/in oder mit Übersetzenungen in verschiedene Sprachen) willkommen  (Bitte Nachricht an mail@future-on-wings.net)

Common Future knüpft bewusst an den Titel des ersten Berichts des UN Kommission für Umwelt und Entwicklung OUR COMMON FUTURE an. Das besser unter dem Namen Brundtlandbericht bekannte Dokument hatte – Ende der 1980er Jahre – das erste Mal eine Umwelt und Entwicklung umfassende „nachhaltige Entwicklung“ in Nord und Süd als Leitlinie der UN formuliert und war wegbereitend für den 1992er „Weltgipfel“ von Rio.

Anlass zum Start dieses „Internetzwerk-Weblogs“ ist ein dreimonatiger Berlin-Aufenthalt des Beniner Schauspielers, Theaterlehrers und Organisator zahlreicher Projekte der Bewusstseinsbildung und Begegnung Christel Gbaguidi. Bis zum 24.11. präsentiert er die in der Moabiter  Heilandskirche die Ausstellung (ALP)TRAUM EUROPA in Bildern afrikanischer Jugendlicher. (Danach, bis Ende des Jahres  in der evangelischen Schule Zentrum)

Einiges von dem, was rund um die Ausstellung geschieht, wird hier demnächst nachzulesen sein.

Hans-Hermann Hirschelmann, Future-on-Wings e.V.


Mehr Infos zu den aktuellen Veranstaltungen und Hintergründen gibt es auf

Common Future

Am 4.12.  hatten die Veranstalter der „Fragen zur Ausstellung …“  einen Betriebsausflug ins Podewil unternommen. Für Menschen ab 12 Jahre gab des as Grips-Stück „SOS for Human Rights“ zum gleichnamigen Appell.
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50 Menschen waren zum Süd-Nord Dialog über Beweggründe zur Migration und zum Bleiben in die Heilandskirche gekommen.

Nachdem Christel Gbaguidi durch die Ausstellung geführt und deren Entstehung und Perspektive erläutert hatte, sie soll auch in Zukunft wieder auch in Deutschland zu sehen sein, folgten die Veranstaltungsgäste seiner Bitte, den Eindruck des Gesehenen nachwirken zu lassen und den zu Tode gekommenen Afrikaflüchtlingen eine Minute des Schweigens zu widmen.

Michael Rannenberg, langjähriger Pfarrer der Gemeinde und Mentor des Ausstellungsprogramms der dortigen „Kultur-Kirche“, nannte die Politik Europas gegenüber den Flüchtlingen in einer sehr persönlichen Ansprache ein „schreiendes Unrecht“. Man würde damit die Geschichte der Kolonisierung Afrikas fortsetzen, bei der leider auch die christlichen Kirchen eine unrühmliche Rolle gespielt hatten. Rannenberg nannte es beschämend, wie das reiche Europa, das sich „christliches Abendland“ nennen würde und so stolz auf seine Menschenrechtstradition sei, mit denen umspringt, die nicht zuletzt auch deshalb auf ein besseres Leben in Europa hofften, weil Europas Wirtschaft den Kontinent nach wie vor ausbeute.

Mekonnen Mesghena, in der Heinrich Böll Stiftung für den Themenbereich Migration zuständig, wie auch Jens-Uwe Thomas vom Berliner Flüchtlingsrat und Lucia Muriel von der Organisation MoveGlobal betonten die Bedeutung einer mitmenschlichen Sicht auf die einzelnen Schicksale, die sich hinter den statistischen Zahlen verbergen.

Muriel wies auf die großen Verdienste der Migrantinnen und Migranten hin, ohne die es in bestimmten Branchen wie etwa dem Pflegebereich recht übel aussehen würde. Die privaten Überweisungen vieler Einwanderer/innen würde die offizielle Entwicklungshilfe um ein Vielfaches übertreffen. Die augenblickliche Debatte um angeblich „integrationsunwillige Ausländer“ nannte sie deshalb verletzend und ungerecht. Es sei für sehr viele Menschen eine große Enttäuschung.

Dass ein offeneres Grenzregime eine nicht zu bewältigende Anzahl Armutsflüchtlinge anzöge sei nicht zu erwarten. Auch heute würde nur ein sehr kleiner Teil der Menschen, die ihre Heimat verlassen (müssen), versuchen, nach Europa zu gelangen. Die meisten zieht es in Nachbarländer oder in andere Landesteile.

Die Beweggründe zu gehen seien vielfältig. Die einen seien neugierig und suchen als moderne Weltbürger nach dem Neuen, Unbekannten. Andere suchen gezielt nach besseren Startchancen für ihre Familie, wieder andere entfliehen einer unerträglichen Lebenssituation oder auch politischer Verfolgung. All diese Gründe seien zu respektieren und man solle keine Hierarchie in der Bewertung der Fluchtgründe vornehmen.

Die brutale Abschottungspolitik müsse ein Ende finden. Das war einhellige Meinung. Sie verstoße in vielerlei Hinsicht gegen geltende Grundrechte und internationale Vereinbarungen wie etwa die Flüchtlingskonvention.

Eine großartige Kampagne für ein Ende des brutalen Grenzregimes stellte am Ende Jens-Uwe Thomas vor:

Jugendliche ohne Grenzen, der Berliner Flüchtlingsrat, das Gripstheater , Pro Asyl und andere haben die Kampagne „SOS für Human Rights“ gestartet. Es gibt einen gleichnamigen Appell. Und das Gripstheater hat ein aufrüttelndes Stück entwickeln mit dem sie derzeit auf Tournee ist.

Hans-Hermann Hirschelmann

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Nachtrag aus Sicht der Veranstalter: Wir hatten – im Angesicht der augenblicklichen Sarrazinaden – bewusst darauf verzichtet, auf Teufel komm raus Kontroversen anzuzetteln. Die Veranstaltung verlief entsprechend harmonisch. Zu harmonisch? Was bedeutete es, dass knapp 10 Personen die Veranstaltung vorzeitig verlassen hatten? Ein Veranstaltungsgast bemängelte, dass er zu wenig Neues erfahren habe über die aktuelle Entwicklung an den Grenzen, die Rücknahmeabkommen usw.

Im Nachhinein müssen wir gestehen, dass eine Diskussion mit politischen Verantwortungsträgern vielleicht einen größeren Anreiz geboten hätte, sehr hart an den aktuelle politischen Streitpunkten entlang zu diskutieren, die auf eine unmittelbare Wirksamkeit zielen.

Dies soll im Rahmen des Blogs nachgeholt werden.

Ein kecker Vogel, der sich auf  der Plane über einen Wochenmarkt-Stand an etwas  zu schaffen machte, ließ mich unlängst innehalten. Die Art, wie er den Besucherstrom beobachtete, hatte etwas putziges. Erstaunlich, wie er sich immer wieder mitten zwischen die Füße der Vorbeischlendernden stürzte und dort unbekümmert kreuz und quer  flitzte. Sein spitzer Schnabel, weiß gepunktetes Gefieder und auch die Art, wie er sich am Boden bewegte, machten schnell klar: Ein Star!

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